Patienteninformation zum Coronavirus

Liebe Patienten,

Deutschland und die Welt gehen im Augenblick durch schwere Zeiten. Das hat Einfluss auf unser normales Leben. So richtet sich mein Appel an Sie, den uns auferlegten Regeln zu folgen. Die Kontaktsperre führt zu einer uns nicht bekannten Isolation, die nur schwer zu ertragen ist.

Diese Einschränkungen dienen uns selbst zum Schutz gegen den Coronavirus, aber auch zum Schutz unserer Großeltern, Eltern, Kinder und Freunden!

Und natürlich auch zum Schutz unseres Landes, denn je konsequenter wir uns an die Regeln halten, umso eher können wir wieder in ein normales Leben zurückkehren und hoffentlich auch in ein Land, das uns weiterhin Wohlstand, Sicherheit und Arbeit gibt.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf den Risikogruppen liegen, den Menschen über 60 und den chronisch Kranken. Alle, die zu diesen Gruppen gehören, sollten selbst auf die Vermeidung sozialer Kontakte achten, auch wenn sie sich gesund und fit fühlen.

Allerdings ist es auch die Aufgabe aller anderen, diese Menschen zum Teil vor sich selbst zu schützen, wenn sie die Situation nicht ernst nehmen, dadurch, dass Sie selbst den Kontakt zu diesen Personen vermeiden, ihnen erklären, warum sie den Kontakt meiden und sie aufklären über die Gefährlichkeit der Pandemie.

Schwangere und Neugeborenen sollten ebenfalls geschützt werden, auch wenn die Daten keine besondere Erhöhung des Risikos zeigen: Noch gibt es nur wenige belastbare Untersuchungen!

Hier sind die Großeltern, Tanten und Freunde aufgefordert, auch wenn es schwer ist, auf einen Besuch zu verzichten und erstmal mit Bildern und Videos Vorlieb zu nehmen.

Schwangerschaft und Geburt in Zeiten von Corona

Immer wieder werde ich gefragt, ob wir uns wegen der Schwangerschaft und der Geburt  Sorgen machen müssen. Erste Daten aus China (Robert Koch Institut vom 30.03.2020) zeigen keinen Hinweis auf einen schwereren Verlauf der Erkrankung bei Schwangeren und keine Übertragung auf das ungeborene Kind.

Es gib aber nur wenige Daten, so dass ich trotzdem zur Vorsicht rate. Dies soll nicht heißen, dass Schwangere sich anders verhalten müssen, sondern eher, dass sie den Emfpehlungen nach Kontaktsperre auch folgen. Das ist insbesondere schwierig, wenn der Druck durch Eltern und Freunde größer wird, die an der Schwangerschaft teilhaben wollen. 

In Potsdam können zur Zeit die werden Väter nicht bei der Geburt dabei sein! Dies ist zum Schutz der Hebammen und Ärzte wichtig, denn ausreichend Personal für den Kreisssaal ist eine wichtige Vorrausseztung für eine sichere Geburt! Natürlch ist es schade, wenn der Partner die Geburt nicht miterleben kann, und es ist auch allen Beteiligten bewußt und die Entscheidung ist nicht leichtherzig getroffen worden, aber sie ist wichtiger Bestandteil im Kampf gegen Corona!

Eine Abwanderung in andere Kliniken im Umland oder in Berlin ermöglicht vielleicht dem Partner bei der Geburt dabei zu sein, bedeutet aber für die Kliniken eine größere Belastung, die im Extremfall zur Überlastung und damit zu einer unsichereren Geburt führen kann! Ich kann versichern, dass die Kliniken die Väter so bald wie möglich wieder zur Geburt zulassen werden!

Nach der Geburt wird die Situation noch schwieriger, da es nun für die neuen Großeltern, Tanten und Freunde wichtig ist, dass neue Baby zu sehen, zu begrüßen und in die Familie aufzunehmen. Und die neuen Eltern möchten auch stolz ihr Kind der Familie und Freunden zeigen um sie an ihrem Glück teilhaben zulassen! Neugeborene gehören aber auch zu den Schwächsten in unserer Gesellschaft, insbesondere das Immunsystem ist noch nicht voll ausgebildet! Deswegen sollten wir uns auch hier fragen, ob der Kontakt nicht erstmal zu vermeiden sei!

Hier emfpehle ich Ihnen mit Ihrem Kinderarzt zusprechen oder sich bei den entsprechenden Fachgesellschaften zu informieren, da sich die Informationen ständig ändern!

Ihr Dr. Ole Schiffel

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